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Dengue Fieber, die “Knochenbrecher Krankheit”

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen! Zum Beispiel über Dengue Fieber, genannt auch „Knochenbrecherkrankheit“ oder „Siebentagefieber“, und der Name ist leider Programm. Die WHO schätzt, dass jährlich 390 Millionen Personen mit dem Dengue Virus infiziert werden. Zum Vergleich Malaria:  2017 “nur” ca. 219 Millionen Neuinfektionen. Dengue Fieber wird durch das Denguevirus übertragen, (Familie der Flaviren, dazu gehören auch das Gelbfiebervirus oder FSME Viren), und es existieren 4 unterschiedliche starke Subtypen (DEN 1-4). Aber der Reihe nach….

Welche Stechmücke überträgt das Denguevirus?

Die wichtigsten Überträger (auch Vektoren genannt) der Dengue Fieberviren sind die Weibchen der Gelbfiebermücke . (Aedes aegypti, auch Ägyptische Tigermücke oder Denguemücke genannt). Wie beinahe alle Mücken lieben sie warme Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit. Im Gegensatz zu den anderen stechenden Artgenossen ist sie jedoch eine Meisterin der Überrumplungstaktik:

Dengue Fieber, die "Knochenbrecher Krankheit" 1
  • Sie sticht TAGSÜBER zu, also zumeist dann, wenn wir nicht an Mückenschutz denken
  • Sie ist ein Stadtkind und sucht die Nähe zu menschlichen Siedlungen
  • Zur Eiablage reichen ihr bereits kleine Wasseransammlungen, z. B. Regentonnen, kleine Pfützen in alten Reifen oder Flaschen, Gießkannen, Regenrinnen, also überall, wo Wasser steht. Und ihre Eiere sind verdammt zäh, sie überleben bis zu einem Jahr lang an einem trockenen Ort.

Wo ist sie besonders aktiv?

Verbreitung des Dengue Virus „Dengue around the world

Woran erkenne ich eine Dengue Infektion?

Die Inkubationszeit beträgt zwischen 4 und 10 Tage. Zu Beginn ähneln die ersten Anzeichen einer Dengue Infektion stark denen einer klassischen Grippe, also hohes Fieber in Kombination mit starken Kopf- und/oder Muskelschmerzen Erschöpfung etc. In vielen Fällen klagen Erkrankte über einen extrem starken Druck hinter den Augenlidern.

Im Falle einer schweren Dengue Viruserkrankung klingen diese Symptome oft nach wenigen Tagen ab, doch nur um Anlauf zu nehmen für den zweiten Teil des Krankheitsverlaufes, bei dem die bereits genannten Symptome um einiges schwerer wiegen. Anzeichen können unter anderem sein:

  • Starke Knochen und Gliederschmerzen (daher der “Kosename” Knochenbrecherkrankheit)
  • Einblutungen an den Augen
  • Schüttelfrost/ hohes Fieber
  • Starke Schmerzen im Oberbauch und Erbrechen
  • Hautausschlag und extrem stechender Juckreiz   

Wie kann man Dengue Fieber behandeln?

Leider gibt es keinerlei präventive Impfung. Die Behandlung der Symptome erfolgt ähnlich wie bei einer starken Grippe. Sollten also die ersten o.g. Anzeichen auftreten, sofort einen Arzt aufsuchen (Blutanalyse), viel trinken und ggf. Paracetamol gegen die Schmerzen (auf keinen Fall Blutverdünner wie z.B. Aspirin). Die Sterblichkeitsrate ist bei rechtzeitiger Behandlung sehr gering (<1%)!

Allerdings ist die Krankheitsverlauf, der von Dengue Patienten beschrieben wird, definitiv kein Zuckerschlecken, sondern extrem schmerzhaft und zermürbend, zudem besteht das Risiko langwieriger Folgeschäden.

Welche Gefahren birgt eine Zweitinfektion?

Wie eingangs beschrieben gibt es bei dem Dengue Virus 4 unterschiedliche Serotypen. Vereinfacht bedeutet das: wenn ich eine Erkrankung überstanden habe, bin ich für die Zukunft immun gegen diesen einen Typus. Heißt aber auch, es bleiben noch 3 potentielle Virentypen für eine zünftige Zweiterkrankung übrig.  

Die Meinungen bzgl. des Risikos einer Zweitinfektion gehen in der Wissenschaft etwas auseinander. Es kann bei erneuter Erkrankung zu einer extremen Verstärkung der bereits beschriebenen Symptome kommen, und in diesem Fall ist ein stationärer Krankenhausaufenthalt unabdingbar. Daher wurde früher vor von weiteren Reisen in Dengue- Virus gefährdete Länder stark abgeraten, aber somit eben auch der Bewegungsradius und die Lebensqualität der Reisenden stark eingeschränkt.

Dengue Fieber, die "Knochenbrecher Krankheit" 2
Übersicht Vorsichtsmaßnahmen

Eine aktuelle Stellungnahme der “Gesellschaft für Tropenmedizin und Globale Gesundheit” (DTG) relativiert diesen restriktiven Umgang mit dem Risiko nun, da es keine ausreichende Evidenz gäbe die belegt, dass Reisende bei wiederholter Dengue-Fieber-Erkrankung vermehrt gefährdet sind.

Wir schließen uns den Ratschlägen zur Expositionsprophylaxe (Kleidung, Moskitonetze, Repellents) an und können nur immer wieder betonen, wie wichtig konsequenter Mückenschutz ist.

Tagsüber und am Abend!

Zum Abschluss noch ein Video zum Thema aus dem ARD Mittagsmagazin “ Kleiner Stich mit großer Wirkung

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