REPELLENTS- Schutzschilder, keine Waffen!

Stechmücken, Repellent, DEET, Icaridin, PMD chemiefrei , Mückenschutz

Die Frage, was genau ein Repellent ist, haben wir ausführlich hier beantwortet. Ein Repellent bildet eine Art Duft- Schutzschild, der Insekten und Spinnentiere abwehrt, ohne diese zu töten. Aber auch unter den Repellents gibt es große Unterschiede in der Wirkungsweise: 

DEET- das bekannteste chemische Repellent

Der bekannteste Klassiker ist wohl der Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid). Dieser wurde in den USA 1946 durch das Militär zum Einsatz in Kriegsregionen mit hohem Stechmückenaufkommen entwickelt und im Vietnamkrieg ausgiebig getestet. DEET ist seit 1965 kommerziell zugelassen, patentiert und… nicht verändert. DEET war lange Zeit der „golden standard“ zum Schutz in malariagefährdeten Gebieten, weil es erwiesenermaßen effektiv und lange vor Stechmücken und Co. schützt.

Allerdings birgt DEET nicht unerhebliche Risiken. Zum einen greift der Wirkstoff Plastik, Kunststoffe, Leder und lackierte Flächen an- adieu Nagellack. Aber vor allem kann DEET Hautausschlag, Reizungen und Irritationen wie zum Beispiel ein Taubheitsgefühl auf der Haut hervorrufen. DEET sollte nicht dauerhaft angewendet werden und wird weder für Schwangere noch für Kleinkinder empfohlen. Und auch unsere Umwelt reagiert negativ, denn DEET ist bereits in kleinen Dosen sehr gefährlich für Wasserorganismen. Irgendwie nicht zeitgemäß, seit über 50 Jahren auf dem Markt und immer noch unveränderte Nebenwirkungen?

Icaridin

Chemisch geht es weiter mit Icaridin, auch als Bayrepel, Picaridin oder Saltidin bekannt. 1998 hat die Bayer AG die DEET haltigen Produkte etwas modernisiert den Wirkstoff durch Icaridin ersetzt. Auch Icaridin wehrt effektiv heimische und tropische Stechmücken, Bremsen, Flöhe, Läuse und auch Zecken ab, jedoch ohne dabei Kunststoffe und Lacke zu zerfressen.  Für unsere Gesundheit ist Icaridin viel verträglicher als der methusalemische DEET Kollege, jedoch kann er bei empfindlicher Haut Allergien auslösen.

Soweit klingt das ziemlich gut- jedoch gibt es einen Haken. Icaridin hat für unser Ökosystem fatale Folgen. Gelangt es in Flüsse oder Seen, führt er bei Amphibienlarven, wie z.B. beim Schwanzlurch, zu schweren Fehlbildungen und zum Tod. Und jetzt beißt sich die „Katze in den Schwanz“:  Nahrungsgrundlage der Schwanzlurche sind Mückenlarven!  

Wenn also unser Schutz vor Mücken deren natürliche Fressfeinde abtötet, dann brauchen wir uns in den kommenden Sommermonaten nicht über summende Orchester wundern. Da capo al fine.  

Natürliche Repellents- PMD

Mutter Natur ist der Profi- und hat uns mit PMD (p- menthan 3,8 diol) die chemiefreie Alternative geschenkt! PMD, gewonnen aus den Blättern des Zitroneneukalyptus (Eucalyptus citriodora), ist das bisher wirksamste, rein pflanzliche Abwehrmittel.

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Studien belegen eine vergleichbare Wirksamkeit zu DEET und Icaridin gegen z.B. Malariamücken, Gelbfiebermücken, Tigermücken heimische Stechmücken, Zecken und sogar Bettwanzen. PMD greift weder Kunststoffe, Kleidung noch empfindliche Haut an, kann aber, wie alle Repellents, bei Kontakt mit Augen oder Schleimhäuten Reizungen hervorrufen.  Die Wirkungsdauer ist etwas geringer als die von DEET, gegen Mücken bis zu 6 Stunden, gegen Zecken bis zu 4 Stunden. Aber das ist vom Hersteller abhängig, wir von D´IGGY sind beim Thema Sicherheit ausnahmsweise konservativer und empfehlen erneutes Auftragen nach 4h.

Natürlich ist unser Blick auf PMD etwas subjektiver, da wir aus Prinzip nur rein pflanzliche Inhaltsstoffe verwenden. Aber die unschlagbaren Vorteile sprechen für sich: Keine Chemie, Ressourcen schonend, biologisch abbaubar und somit umweltverträglich. Daumen hoch!

Fazit: Alle vorgestellten Repellents wirken!

  • Für stark malariagefährdete Gebiete oder Abenteuer- Urlaub in den tropischen Regenwäldern empfehlen wir die Kombination aus PMD und DEET.
  • Bei allen Repellents gilt: erst Sonnenschutz auftragen und ca. 20-30 Minuten später den Insektenschutz.
  • Bei Erstanwendung vorsichtig an einer kleinen Hautstelle auf Verträglichkeit testen.
  • Darf nicht in die Hände von Kindern oder Hundeschnauzen gelangen.     
  • Und- bitte penibel darauf achten, dass keine Chemie in Flüsse oder Seen gelangt!

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