AB ZWEI FLASCHEN VERSENDEN WIR VERSANDKOSTENFREI

Sandfliegen- „Urlaubserinnerungen gratis um Wochen verlängert“

Die Sandfliege oder Sandmücke (lat. Phlebotominae) hat sich auf dem Globus viele Namen gemacht. Im englischen „sandfly“ oder „asshole fly“ genannt, auf den Philippinen und Malaysia oft als „Nik-Niks” oder „No-see-Ums (die Unsichtbaren) “ gefürchtet und bei den Ureinwohnern Neuseelands, den Maori, als „Te Namu“ jedem Kind bekannt . Sie zählt, wie alle blutsaugenden Insekten, zu den Parasiten. Aufgrund ihrer im Vergleich zum Körper großen Flügel wird sie der Familie der Schmetterlingsmücken zugeordnet. Soweit die relevanten Fakten.

….harmlos anmutend kommt sie in Schwärmen daher, winzige 1-4 mm sandfarbene pendants zu unser heimischen Fruchtfliege. Kaum sichtbar, sie summt nicht einmal.  Und damit wäre jedoch auch alles Positive über diese heimtückisch attackierenden, bissfesten Biester gesagt.

Beste Chancen auf ein date: Vorkommen

Reisende lernen sie in Amerika, Asien, Australien, Afrika und am Mittelmeer, vor allem aber in Neuseeland kennen. Dank der globalen Erwärmung darf sich aber auch in Deutschland die Stadt Gießen als bisher nördlichster Fundort von Sandmücken rühmen.

Ihr Name hingegen trügt, denn die Sandfliege lebt nicht nur unmittelbar am Strand. Vorzugsweise hält sie sich in feuchten Gebieten und gern auf hellen Sandböden auf. Die europäische Sandfliege ist etwas traditioneller und nur nachts aktiv, sie fliegt auch nur bei Windstille, und das nicht einmal besonders gut. Die tropische und subtropische Sandfliege hat den Dreh mit der Thermik etwas besser raus und agiert zudem bevorzugt bei Dämmerung und Tagesanbruch.

Angriffstaktik

Wie bereits erwähnt, eine Sandfliege kommt selten alleine- sie fällt normalerweise in Schwärmen über ihr Opfer her.  Als Waffe verzichtet sie dabei auf einen Stechrüssel, sie ritzt stattdessen die Haut des Opfers mit ihren Mundwerkzeugen auf, um sich am austretenden Blut zu laben. Praktischerweise enthält ihr Speichel Gerinnungshemmer, die das Blut schön flüssig halten. Weniger praktisch für das Opfer ist, dass diese Gerinnungshemmer nach einigen Stunden (da ist der Sandfliegenschwarm längst weitergezogen), heftige allergische Reaktionen auslösen können. Der Körper reagiert mit Schwellungen, Hautrötungen und zumeist einem schier unerträglichen Juckreiz.

Wer jetzt jedoch kratzt wird sich in den kommenden Wochen noch oft an den Urlaub erinnern- denn die Bißstellen schwellen an und können sich durch Verunreinigungen leicht entzünden. In den meisten Fällen hilft dann nur noch Cortison Salbe, gegebenenfalls mit zusätzlichen Anti-Histaminen, in jedem Fall aber kombiniert mit Geduld und eiserner Selbstbeherrschung.

Exklusivrechte: Erreger der Leishmaniose

Bekannt ist die Sandfliege jedoch als Hauptüberträger der Leishmaniose Krankheitserreger. Die Leishmaniose, auch unter dem Namen “Orientbeule“ bekannt, wurde 1900 von dem Tropenarzt William B. Leishman, entdeckt.  Es handelt sich hierbei um eine Infektionskrankheit, an der sowohl Mensch als auch Hund erkranken können. Beim Menschen gibt es drei Formen der Leishmaniose: Befall der Schleimhäute (mukotutane Leishmaniose), Befall der inneren Organe (viszerale Leishmaniose) und den Befall der Haut (kutane Leishmaniose). Ausführliche und sehr gut recherchierte Informationen zur Leishmaniose der NDR hier bereit. https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Leishmaniose-Muecken-uebertragen-Parasiten,leishmaniose101.html Kleiner Tipp-  besser nicht die google Bildersuche verwenden…

Die “canine Leishmaniose”, also den Hund befallende Krankheit, ist eine sogenannte Mittelmeerkrankheit, weil Hunde sich oft im Urlaub damit infizieren oder auch aus dem Ausland importierte Hunde unbemerkt von den Parasiten befallen sind. Leider ist diese Krankheit beim Hund nicht heilbar und mit kostenintensiver Therapie verbunden. Weitere Informationen https://www.tiergesund.de/krankheiten/hund/leishmaniose oder https://www.leishmaniose-hund.de/ 

Prophylaxe

Wir haben beide bereits mehrere Wochen in Neuseeland verbringen dürfen! Dank naiver Spaziergänge an menschenleeren Traumstränden bestätigen unzählige Narben an Knöcheln und Fußrücken unsere Expertise auf dem Gebiet als Sandfliegenmahlzeit! Da es bislang keine Impfung gegen Leishmaniose gibt, hilft nur Prävention und wir wiederholen auch hier unser Mantra: Schütze Dich, Deine Lieben und schütze Deinen Hund!

Das bedeutet:

  • Vor der Reise prüfen, ob die Sandfliege bereits Deinen Urlaubsort erobert hat, z.B. auf der Seite des “European Centre for Disease Prevention and Control”
  • Repellent regelmäßig auf die Haut und/oder oder ins Fell auftragen (Wirkung: PMD in Kombination mit der Laurinsäure aus dem Kokosöl!)
  • Haut bedecken, Socken statt Narben tragen
  • Nicht kratzen. Nein, nicht einmal ein kleines bisschen!

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